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Fabrizio de André - Non al denaro ... PDF Drucken
Non al denaro

Ich habe mein Leben so gestaltet, dass ich einmal sterben werde mit dreihunderttausend Gewissensbissen und keinem einzigen Bedauern. (FdA)

Die Figuren in der 1971 erschienenen Platte stammen aus der Spoon River Anthology von Edgar Lee Masters. Es handelt sich um eine 1916 erschienene Gedichtesammlung. Auf einem Hügel über dem Spoon-River sind die Einwohner einer amerikanischen Kleinstadt begraben. Sie erheben sich aus ihren Gräbern um der Welt die Wahrheit über sich, ihr Leben und ihren Tod zu erzählen.
Ich habe es als Jugendlicher gelesen, es hat mir gefallen wahrscheinlich, weil ich in diesen Figuren etwas von mir wiedergefunden habe. Ich habe es später noch einmal gelesen und habe gemerkt, dass es immer noch aktuell war. Mir ist aufgefallen: im Leben sind wir zum Wettstreit gezwungen, man ist gezwungen falsch zu denken und nicht ehrlich zu sein. Im Tod dagegen äussern sich die Figuren aus Spoon-River mit äusserster Aufrichtigkeit, weil sie nichts mehr zu verlieren haben und sie reden in einer Art und Weise wie sie zu Lebzeit nicht in der Lage gewesen waren. (FdA)

Die Personen, die De André ausgewählt hat, sind typisch für ihn: der niederträchtige Richter, der Gotteslästerer, der weniger auf Gott dafür umso mehr auf die Priester wütend war. Dann eine Reihe von Verlierern: Der Verrückte, der Herzkranke, der Arzt und der Musiker Jones (eindeutig autobiographisch). De André hat die Gedichte von Masters für die Musik bearbeitet teilweise auch ergänzt oder gar weitergeführt und sie sind zum Teil noch schöner und eindrucksvoller geworden.

Aus "Vita di Fabrizio De André", Luigi Viva

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 1. März 2007 )